Präsident

 

Leistungswesen

 

Geschichte des Boxers

Als unmittelbarer Vorfahre des Boxers gilt der Brabanter Bullenbeisser. Die damalige Zucht der Bullenbeisser lag meistens in den Händen von Jägern, denen er zur Jagd diente. Seine Aufgabe war es, das von den Hetzhunden getriebene Wild zu packen und festzuhalten, bis der Jäger kam und die Beute erlegte. Für diese Aufgabe musste der Hund ein möglichst breites Maul mit breitem Zahnstand haben, um sich richtig festzubeissen und auch festzuhalten. Jeder Bullenbeisser, der diese Merkmale hatte, war für seine Aufgaben am besten geeignet und kam somit zur Weiterzucht, die früher nur nach der Tätigkeit und dem Verwendungszweck erfolgte. So wurde auch eine Zuchtauslese betrieben, die einen breitschnauzigen Hund mit aufgestülptem Nasenschwamm hervorbrachte. Ende des 19. Jahrhundert verpaarte man in Deutschland den Brabanter Bullenbeisser mit der kleinen englischen Dogge und so entstand der BOXER. 

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Boxer ist ein mittelgrosser, glatthaariger, stämmiger Hund mit kurzem, quadratischem Gebäude und starken Knochen. Die Muskulatur ist trocken, kräftig entwickelt und plastisch hervortretend. Die Bewegungen sind lebhaft, voller Kraft und Adel. Der Boxer darf weder plump noch schwerfällig, noch leibarm oder windig erscheinen. Der Boxer gehört zur FCI (Fédération Cynologique Internationale) Klasse 2; Sektion 2.1 Molosser und doggenartige Hunde.

Verhalten und Charakter

Der Boxer soll nervenstark, selbstbewusst, ruhig und ausgeglichen sein. Sein Wesen ist von allergrösster Wichtigkeit und bedarf sorgsamer Pflege. Seine Anhänglichkeit und Treue gegenüber seinem Herrn und dem ganzen Haus, seine Wachsamkeit und sein unerschrockener Mut als Verteidiger sind von alters her berühmt. Er ist gutartig in der Familie, aber misstrauisch gegenüber Fremden, heiter und freundlich beim Spiel, aber furchtlos im Ernst. Mit seiner Bereitschaft zur Unterordnung, seines Schneides und Mutes, sowie seiner natürlichen Schärfe und seiner Riechfähigkeit wegen eignet er sich ausgezeichnet zur Ausbildung von Dienst-, Sport- und Rettungshunden. Mit seiner Anspruchslosigkeit und Reinlichkeit ist er gleich angenehm und wertvoll in der Familie wie als Wach-, Begleit- und Arbeitshund. Sein Charakter ist gutartig, ohne Falschheit und Hinterlist und bis ins hohe Alter zeichnet er sich als verspielter und doch als zuverlässiger Begleiter aus.